This content requires the Adobe Flash Player. Get Flash

Strahlentherapie in Rapid-Arc-Technik

Strahlentherapie in Rapid-Arc-Technik

Die Strahlentherapie Bonn-Rhein-Sieg am Evang. Waldkrankenhaus in Bad Godesberg hat einen Linearbeschleuniger der neuesten Generation mit „Rapid-Arc-Technologie“ in Betrieb genommen und am 14.04.2009 die erste Bestrahlungssitzung bei einer Patientin durchgeführt. Die Strahlentherapie ist neben den operativen Verfahren und der Chemotherapie eines der wichtigsten Behandlungsverfahren der Krebstherapie.  Ein neues Gerät - „Rapid Arc“ genannt – macht die Strahlentherapie seit kurzem sehr viel schneller und sicherer. Mit der Inbetriebnahme des „Rapid-Arc“ gehört die Strahlentherapie Bonn-Rhein-Sieg europaweit zu den zehn Zentren, die einen Linearbeschleuniger mit dieser Technologie zur Behandlung von Krebserkrankungen in Betrieb genommen haben und diese Technik anwenden.

 

In der Strahlentherapie Bonn-Rhein-Sieg werden Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen mit ionisierenden Strahlen behandelt.  Dazu stehen an vier Standorten (Bad Godesberg, Troisdorf, Euskirchen und Wesel) Linearbeschleuniger mit modernster Technik zur hochpräzisen Bestrahlung zur Verfügung.  Seit kurzem erfolgte in der Praxis am  Evang. Waldkrankenhaus in Bad Godesberg die Inbetriebnahme des „Rapid Arc“-fähigen Linearbeschleunigers .

 

Die Strahlentherapie ist schon seit vielen Jahren eine etablierte Behandlungsform. Bei ungefähr der Hälfte aller Tumorpatienten wird die Strahlentherapie angewendet. Doch die Techniken sind meist aufwändig und für den Patienten zeitintensiv. Der Patient muss während der Behandlung lange still liegen. Denn bislang stoppt der Strahlerkopf nach jeder Bestrahlung, bevor er eine neue Position anfährt.  Das ist bei der neuen Methode anders. Bei „Rapid Arc“ müssen die Patienten zwar auch still liegen, aber nur noch wenige Minuten. Vor jeder Bestrahlung erfolgt eine Lagekontrolle mittels des im Gerät integrierten Conebeam-Computertomographen. Die Bestrahlung erfolgt dann in einer einzigen 360-Grad-Drehung des Strahlerkopfes.  Die Form des Bestrahlungsfeldes und die Strahlendosis passen sich während der Behandlung ständig der Form und Position des Tumors an.  Kommen zum Beispiel andere Organe in das Strahlenfeld, schieben sich automatisch Bleilamellen zwischen den Röntgenstrahl und den Patienten.  Jede der 120 Bleilamellen wird durch einen Elektromotor gesteuert und kann dynamisch in verschiedene Richtungen bewegt werden und das erfolgt, während der Strahlerkopf um den Körper rotiert. Ermöglicht wird diese Technik daher erst durch eine enorm leistungsfähige Computertechnik mit hohen Speicherkapazitäten und durch eine sehr anspruchsvolle Mechanik des Linearbeschleunigers.

 

Dank der Rapid Arc-Technik können selbst komplexeste Tumorerkrankungen hochpräzise, effizient, schonend und deutlich schneller als mit den bisherigen konventionellen Bestrahlungsmethoden bestrahlt werden. Um diese schonende Bestrahlung für den Patienten zu ermöglichen, muss eine sehr zeitaufwändige Bestrahlungsplanung vorangehen.  Mit der Rapid-Arc-Technik ist eine exzellente Dosisverteilung möglich, so dass man eine deutlich höhere Dosis anwenden kann, ohne dass  die Nebenwirkungen an den Normalgeweben zu stark werden oder sich die Spätfolgen erhöhen. Sehr viele verschiedene Krebsarten lassen sich mit Rapid Arc behandeln. Besonders vorteilhaft ist diese Technik bei Patienten mit schwer erreichbaren Tumoren in unmittelbarer Nachbarschaft von strahlenempfindlichen Organen, die mit den bisherigen Bestrahlungstechniken nicht optimal versorgt werden konnten. So konnte besipielsweise durch den Einsatz des Rapid Arc bei einer Patientin die Funktion einer Niere erhalten werden, was mit den bisherigen Techniken nicht möglich gewesen wäre. Seit Einführung der Rapid-Arc-Technik in unserer Praxis haben wir  mehr als 150 Patienten mit dieser Technik bestrahlt. 


Zum Infofilm 

Zurück