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Hyperthermie in der Praxis Bad Godesberg

Hyperthermie – eine zusätzliche Möglichkeit in der Krebstherapie ...

Hyperthermie – eine zusätzliche Möglichkeit in der Krebstherapie

 

In unserer Praxis in Bad Godesberg steht seit Juli ein Hyperthermie-Gerät als zusätzliche Therapieoption zur Verfügung. Nachfolgend beantworten wir die wichtigsten Fragen zu dieser Therapieform:

Was bewirkt die Hyperthermie und wie wird die Überwärmung erreicht?

 

Seit vielen Jahren sind die positiven Wirkungen einer Überwärmungsbehandlung (Hyperthermie) in der Krebstherapie bekannt. Wenn die Hyperthermie mit einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie kombiniert wird, können mehr Tumorzellen abgetötet werden, d.h. die Therapie wird wirksamer. Inzwischen gibt es Hyperthermiegeräte, mit denen sicher und effektiv eine Überwärmungsbehandlung durchgeführt werden kann. In unserer Praxis steht das Gerät Celsius TCS Hyperthermie-System zur Verfügung. Es arbeitet mit 13,56 MHz Radiofrequenzwellen, die auf den Tumor fokussiert werden. Die Gewebeüberwärmung auf ca. 41-42°C hemmt das Tumorwachstum und sensibilisiert die Tumorzellen gegenüber einer Strahlentherapie, deren Effekt erheblich verstärkt werden kann. Auch eine Chemotherapie mit zellabtötenden Substanzen ist kombiniert mit einer Tumorüberwärmung deutlich wirksamer. Mit einer zusätzlichen Hyperthermie kann die üblicherweise nötige Dosis an Strahlen oder Medikamenten verringern und damit Nebenwirkungen zu ersparen.

 

Wann wird eine Hyperthermie eingesetzt?

 

Für folgende Tumoren ist der Wert einer zusätzlichen Hyperthermie wissenschaftlich gesichert:

  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren
  • Erneutes Tumorwachstum an der Brustwand bei Brustkrebs (Mammakarzinomrezidiv)
  • Fortgeschrittener Enddarmkrebs (Rektumkarzinom bzw. Rezidiv)
  • Fortgeschrittener Harnblasenkrebs (Blasenkarzinom)
  • Fortgeschrittenes Melanom bzw. Rezidive oder Metastasen

 

Bei folgenden Tumoren wird die Hyperthermie erfolgreich eingesetzt, auch wenn dies wissenschaftlich noch nicht abgesichert ist:

  • bösartige Hirntumoren, inoperabel oder erneut wachsend (Glioblastome)
  • fortgeschrittener Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • fortgeschrittener Speiseröhren-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs  (Ösophagus-, Magen-, Pankreaskarzinom)
  • fortgeschrittener Hautkrebs
  • fortgeschrittener Weichteilkrebs (Sarkome)
  • fortgeschrittener Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Wie läuft die Behandlung ab?

 

Bei der Oberflächen- und Tiefenhyperthermie wird der Wärmeapplikator auf das Zielgebiet aufgesetzt. Zwischen dem Applikator und der Haut liegt ein Wasserkissen, welches die Haut kühlt und gleichzeitig gewährleistet, dass die Wärmestrahlung in den Körper eingebracht werden kann. Je nach Situation wird die Temperatur im Zielgebiet gemessen. Die Temperatur im Zielgebiet wird schrittweise erhöht, die Gesamtzeit der Wärmebehandlung beträgt meist 1 Stunde. Die Hyperthermie wird i.d.R. ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

 

Die Hyperthermie ist in aller Regel sehr gut verträglich, d.h. die Nebenwirkungen sind gering. So kann es z.B. zu einer Hautrötung und lokalen Schmerzen kommen.  Spätfolgen sind sehr selten.

 

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