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Seed Therapie in Troisdorf
Brachytherapie des Prostatakrebses
Seit Januar 2009 gibt es für Patienten mit einem organbegrenztem Prostatakrebs eine weitere Behandlungsmöglichkeit in unserer Praxis am St. Josef-Hospital, Troisdorf. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Urologie am St. Josef-Hospital Troisdorf (Chefarzt Prof. Dr. med. Lümmen) bieten wir als weitere Behandlungsmöglichkeit die „innere Bestrahlung“ (Seed-Implantation, Brachytherapie) an. Dabei werden schwach radioaktive reiskorngroße Titanstifte in den Tumor implantiert und eine vorausberechnete Dosis auf die Krebszellen verabreicht.
Es handelt sich um ein schonendes Verfahren, welches für Patienten in Frage kommt, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
- Die Prostata sollte nicht zu groß sein (maximal 60 ccm).
- Es sollte keine Probleme mit dem Wasserlassen bestehen.
- Der PSA-Wert sollte unter 10 ng/ml liegen.
- Der Prostatakrebs sollte eine geringe Aggressivität (Gleason-Score: < 7) aufweisen.
Der Eingriff erfolgt im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes und ist komplikationsarm. In der Regel können die Patienten das Krankenhaus am Tag nach der Seed-Implantation verlassen. Vier Wochen nach der Implantation wird die korrekte Lage der Seeds nochmals überprüft. Der Erfolg der Behandlung wird durch eine vierteljährliche Bestimmung des PSA-Wertes kontrolliert.
Im Frühstadium des Prostatakrebses gilt die Brachytherapie als Alternative zur Radikaloperation. Eine Harninkontinenz als Komplikation tritt praktisch nicht auf. Manchmal kann es zu einem Harnverhalt kommen, der mit einem vorübergehend eingelegten Katheter behandelt werden muss. Eine Verschlechterung der Potenz kann zwar auch bei diesem Verfahren bei einigen Patienten schleichend nach einer Zeit von ein bis anderthalb Jahren auftreten, ist aber i. d. R. medikamentös behandelbar.