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Linearbeschleuniger:

Die Bestrahlung findet an einem Linearbeschleuniger statt. In unserer Praxis stehen vier moderne Linearbeschleuniger mit unterschiedlichen Energien für die Konformations-Strahlentherapie mit Photonen und Elektronen zur Verfügung. Alle Geräte sind mit einem Lamellenkollimator (Multi-Leaf-Kollimator) ausgerüstet, der eine individuelle Feldformung und damit eine konformale (hochpräzise) Strahlentherapie erlauben. 

Der Behandlungsablauf und die Zielsetzung der Bestrahlung werden vorab mit Ihrem Arzt in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch erörtert. In der Regel wird fünfmal pro Woche bestrahlt. Am Wochenende und an Feiertagen erfolgt keine Bestrahlung. Die erste Bestrahlung dauert etwas länger, da in Anwesenheit des Arztes und eines Physikers nochmalig alle Einstellwerte überprüft werden und spezielle Feldkontrollaufnahmen (Verifikations-Aufnahmen) zur Kontrolle der Bestrahlungsfelder durchgeführt werden.

Afterloading:

Beim Afterloading-Verfahren (oder Nachlade-Technik) handelt es sich um eine spezielle Strahlentherapie-Technik. Hierbei wird ein sog. leerer Applikator in das zu bestrahlende Körperteil eingelegt und die radioaktive Quelle an den Bestrahlungsort vorgefahren. Die radioaktive Quelle wird in einem strahlensicheren Behälter des Afterloading-Gerätes aufbewahrt. Der Quellentransport erfolgt motorisch über einen Schlauch, welcher das Gerät mit dem Applikator verbindet. Nach der Bestrahlung wird die radioaktive Quelle wieder in das Gerät zurückgefahren.

Die Afterloading-Technik ermöglicht die Bestrahlung von Tumoren (z.B. gynäkol. Tumoren, Prostata-Tumoren) mit nur geringer Belastung des umliegenden Gewebes. Somit können hohe Dosen bei geringem Nebenwirkungs-Risiko eingestrahlt werden. Diese Form der Strahlentherapie erfolgt oft in Zusammenarbeit mit gynäkologischen oder urologischen Kollegen.

Simulator:

Der Simulator ist ein spezielles Röntgendurchleuchtungsgerät , mit welchem die im Rahmen der Bestrahlungsplanung errechneten Bestrahlungsfelder eingestellt werden können (Simulation). Die gewonnenen Röntgenbilder werden digital dokumentiert und ermöglichen die Kontrolle der bestrahlten Felder (Verifikation). Auf die Haut, bzw.auf eine Maske bei Kopf-/ Hals-Bestrahlungen, werden die notwendigen Markierungen eingezeichnet. Diese Markierungen dienen als Orientierung bei der Bestrahlung.

Computersysteme für die 3D-Bestrahlungsplanung:

In den meisten Fällen wird zur exakten Festlegung der Bestrahlungsregion eine Planungs-Computertomographie vor Beginn der Strahlentherapie durchgeführt. Die hierdurch gewonnenen Schnittbilder können direkt in den Planungs-Computer eingelesen und weiterverarbeitet werden. Neben der zu bestrahlenden Region werden auch die zu schonenden Organe vom Arzt festgelegt. Mit Hilfe des Computers und spezieller 3D-Bestrahlungsplanungs-Software kann anschließend der Medizin-Physiker die optimale Anordnung der Bestrahlungsfelder in Zusammenarbeit mit dem Arzt ermitteln.