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Mammakarzinom (Brustkrebs)
Etwa 50000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs. Die Behandlung dieser Tumorerkrankung ist komplex und erfordert ein hohes Maß an interdisziplinärer Absprache zwischen den beteiligten Fachdisziplinen. Das Ziel ist ein auf die einzelne Patientin abgestimmtes Therapiekonzept, welches eine hohe Heilungsrate und möglichst auch den Brusterhalt verspricht. Der Stellenwert der Strahlentherapie im Gesamtkonzept ist hoch. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Strahlenbehandlung sind die Verwendung der neuesten Technologie und die Berücksichtigung der aktuellen strahlenbiologischen Erkenntnisse.
Etwa 75% der Brustkrebspatientinnen werden im Frühstadium diagnostiziert. Dazu gehören die nicht-invasiven Formen wie das Ductale Carcinoma in situ (DCIS) und die kleinen invasiven Karzinome ohne Lymphknotenbefall.
Während früher der Brustkrebs mitsamt der Brustdrüse komplett entfernt wurde (Mastektomie, Ablatio mammae), kann heute bei gleichen Überlebenschancen die Brustdrüse in den meisten Fällen erhalten werden. Dazu wird der Tumor mit einem Sicherheitssaum entfernt. Zusätzlich werden die Lymphknoten der Achselhöhle untersucht (Axilladissektion).
Wichtig für den Strahlentherapeuten sind v.a. OP-Bericht, pathohistologischer Befund und Mammographie-/MR-Bilder, so daß er einen individuellen Behandlungsplan erstellen kann. Bei bestimmten Risikofaktoren erfolgt zusätzlich eine Chemotherapie, i.d.R. vor der Strahlentherapie. Die meisten Patientinnen erhalten zudem eine antihormonelle medikamentöse Therapie.
Wenn die Brustdrüse nicht erhalten werden kann, ist eine zusätzliche Bestrahlung nur bei Risikofaktoren erforderlich.
Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Metastasen kommen. Neben der Chemotherapie ist auch hier eine Strahlentherapie eine ganz wichtige Therapieoption. So sprechen z.B. Knochenmetastasen sehr gut auf die Bestrahlung an (Schmerzlinderung, Stabilisierung etc.).
Wenn die Brustdrüse oder die Brustwand bestrahlt wird, werden üblicherweise 50 Gy über 5 bis 5 1/2 Wochen eingestrahlt. Anschließend wird die ehemalige Tumorregion mit 10-20 Gy aufgesättigt. Die Bestrahlung wird i.d.R. gut vertragen. Es kann zu einer gelegentlich auch kräftigen Hautrötung kommen, außerdem zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Schwere chronische Nebenwirkungen sind selten. Mit der in unserer Praxis vorhandenen neuesten Technologie wird erreicht, daß die Nebenwirkungen auf ein Minimum begrenzt werden.
Die Therapie des Mammakarzinoms wird ständig weiterentwickelt. Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu neuen erfolgversprechenden Therapiemethoden und diskutieren mit Ihnen und Ihrer Familie die für Sie optimale Behandlung.
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