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Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Bronchialkarzinome gehören weltweit zu den häufigsten bösartigen Tumoren. Die wichtigste Ursache für Lungenkrebs ist unbestritten das Rauchen. Grundsätzlich wird zwischen kleinzelligen und nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen unterschieden. Kleinzellige Bronchialkarzinome stellen etwa 25% aller Lungenkrebse. Aufgrund ihres schnellen Wachstums sind sie bei Diagnosestellung i.d.R. sehr ausgedehnt. Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome sind häufiger und werden in verschiedene Typen unterteilt: Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom, großzelliges Karzinom.
Die Behandlung von Bronchialkarzinomen erfordert eine intensive Zusammenarbeit von Chirurgen, internistischen Onkologen und Strahlentherapeuten. Wenn Sie zu uns kommen, sprechen wir die Therapie mit unseren Kooperationspartnern ab und machen Ihnen einen individuellen Therapievorschlag. Das Ziel ist die Heilung bei möglichst geringen Nebenwirkungen und guter Lebensqualität zu erreichen.
Das Vorgehen im einzelnen hängt von vielen individuellen Parametern ab, wie z.B. Tumorstadium, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, Alter etc. Wenn ein Bronchialkarzinom operativ entfernt werden konnte, ist ggf. eine zusätzliche Strahlentherapie notwendig (beispielsweise bei tumorbefallenen Schnitträndern oder bei Lymphknotenbefall).
Wenn Patienten ein fortgeschrittenes Bronchialkarzinom haben oder eine Operation aus anderen Gründen unmöglich ist, kann bestrahlt werden oder eine Radiochemotherapie sinnvoll sein. Die Chemotherapie wird vor der Strahlentherapie oder simultan zu ihr eingesetzt. Die simultane Chemotherapie wird i.d.R. mit Substanzen durchgeführt, die eine Verstärkung des Strahleneffekts an den Tumorzellen bewirken. Um höhere Strahlendosen als bisher üblich geben zu können, führen wir bei Patienten mit Bronchialkarzinomen grundsätzlich eine konformale Strahlentherapie durch. Damit können die Heilungschancen verbessert werden - bei gleichzeitig besserer Schonung des gesunden Gewebes.
Bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen steht die Chemotherapie im Vordergrund. Die Strahlentherapie hat hier die Aufgabe, lokale Rezidive zu verhindern und möglicherweise in das Gehirn abgeschwemmte Tumorzellen zu bekämpfen (im Gehirn sind die Zellgifte der Chemotherapie wesentlich weniger wirksam). Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn simultan zur Chemotherapie bestrahlt wird. Dies kann aufgrund der zu erwartenden stärkeren Nebenwirkungen aber nicht jedem Patienten zugemutet werden. Die für Sie geeignete Reihenfolge von Chemo- und Strahlentherapie legen Strahlentherapeut und internistischer Onkologe gemeinsam fest.
Metastasen von Bronchialkarzinomen können in verschiedenen Organen auftreten und zu Beschwerden führen. Schmerzhafte Metastasen beispielsweise können durch eine Bestrahlung sehr gut behandelt werden.
Nebenwirkungen der Bestrahlung können Husten, Auswurf und Schluckbeschwerden sein. Auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind möglich. Schwere chronische Nebenwirkungen sind selten (< 5%).
Die Therapie von Bronchialkarzinomen wird ständig weiterentwickelt. Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu neuen erfolgversprechenden Therapiemethoden und diskutieren mit Ihnen und Ihrer Familie die für Sie optimale Behandlung.

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